Stadt: 
deutschlandweit
Bewerbungsfrist: 
ohne / unbekannt

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Ausschreibung zur Planung und Durchführung einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe zum Thema weibliche Genitalverstümmelung an den Länderbeispielen Burkina Faso und Deutschland im Rahmen des Projekts Multimethodische entwicklungspolitische Bildungsarbeit zu geschlechtsspezifischer Gewalt und deren Prävention weltweit , ko-finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Förderprogramm entwicklungspolitische Bildung

1. Auftraggeber

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. Brunnenstraße 128 13355 Berlin Tel.: 030/40 50 46 99 – 15 E-Mail: iz@frauenrechte.de

2. Art der Vergabe

Öffentliche Ausschreibung

3. Form des einzureichenden Angebots

In schriftlicher Form und in einfacher Ausführung

4. Projektbeschreibung

4.1 Projektzeitraum 15.01.2021 – 15.07.2021 (6 Monate)

Grobe Zeitplanung: Vorbereitung: 15.01.2021 – 30.04.2021 Durchführung: 01.05.2021 – 31.05.2021 Nachbereitung: 01.06.2021 – 15.07.2021

4.2. Hintergrund

Das Referat für Internationale Zusammenarbeit von TERRE DES FEMMES (TDF) koordiniert das BMZ-Projekt „Multimethodische entwicklungspolitische Bildungsarbeit zu geschlechtsspezifischer Gewalt und deren Prävention weltweit“ und setzt es in mindestens zehn deutschen Städten um. Das Projekt läuft über zwei Jahre vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2021.

Es hat zum Ziel, in der interessierten Öffentlichkeit, unter SchülerInnen, PädagogInnen, MultiplikatorInnen, NROs sowie EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Medien ein Bewusstsein für die Hintergründe, Formen und Folgen von geschlechtsspezifischer Gewalt zu schaffen sowie bewährte Präventionsmethoden vorzustellen. Geschlechtsspezifische Gewalt soll als strukturelles, gesamtgesellschaftliches Problem weltweit erkannt werden und eigene Handlungsoptionen zur Verhinderung und Unterstützung Betroffener vorgestellt und ggf. weiterentwickelt werden.

Das Projekt beinhaltet drei Maßnahmen: 1) Veranstaltungstour mit der Leiterin einer TDF-Partnerorganisation aus Burkina Faso zum Thema weibliche Genitalverstümmelung 2) Fotoausstellung, -Vernissage und -Verleih zum Thema häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland 3) Entwicklung, Präsentation und Verbreitung eines Kartenspiels zu Frauenrechten, geschlechtsspezifischer Gewalt und deren Prävention weltweit

Die vorliegende Ausschreibung bezieht sich ausschließlich auf Maßnahme 1.

5. Art und Umfang der Leistungen

Die ausgeschriebene Honorartätigkeit umfasst die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe zum Thema weibliche Genitalverstümmelung weltweit und speziell an den Länderbeispielen Burkina Faso und Deutschland in Kooperation mit der Leiterin einer TDFPartnerorganisation aus Burkina Faso. Es sollen zehn öffentliche Abendveranstaltungen und fünf Unterrichtseinheiten oder Projekttage an Schulen in mindestens zehn deutschen Städten realisiert werden. Zielgruppen sind Erwachsene, Kinder und Jugendliche ab ca. 12 Jahren und entwicklungspolitische MultiplikatorInnen in ganz Deutschland. Bestandteil der Honorartätigkeit sind: Ø Die konzeptionelle und organisatorische Planung der Veranstaltungsreihe mit der Leiterin einer TDF-Partnerorganisation aus Burkina Faso, dem deutschlandweiten TDF-Netzwerk und externen PartnerInnen Ø die Durchführung der Veranstaltungsreihe gemeinsam mit der Leiterin einer TDFPartnerorganisation aus Burkina Faso und ggf. ehrenamtlich Aktiven von TDF Ø die Dokumentation, Nachbereitung sowie narrative und finanzielle Berichterstattung zur Veranstaltungsreihe

Es müssen Veranstaltungskonzepte für die Erwachsenen- und schulische Bildung mit der Leiterin einer TDF-Partnerorganisation aus Burkina Faso entwickelt werden. Das Schwerpunktthema weibliche Genitalverstümmelung weltweit und speziell in den Länderkontexten Burkina Faso und Deutschland soll umfassend beleuchtet und zielgruppengerecht vermittelt werden. Vertiefende Diskussionen und eine interaktive oder anderweitig partizipative Einbindung der Zielgruppen in die Auseinandersetzung mit dem Thema werden erwartet. Die geplanten Veranstaltungen sollen mindestens 300 Erwachsene und SchülerInnen deutschlandweit erreichen. Begleitend zu den Bildungskonzepten müssen Materialien zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit konzipiert und den Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Denkbar sind u.a. Flyer, Videos, Präsentationen etc.

Der Gesamtablauf und die Einzelveranstaltungen müssen vollständig organisiert und beworben werden.

Auch gilt es, die Veranstaltungsreihe zu dokumentieren und ihre Wirkungen sowie daraus hervorgehendes entwicklungspolitisches Engagement bei den Zielgruppen in geeigneter Weise nachzuhalten und ggf. zu unterstützen. Die narrative und finanzielle Berichterstattung gemäß den Vorgaben des Fördertitels obliegt ebenfalls der Honorarkraft. Die Bereitschaft zur Kommunikation mit der Leiterin einer TDF-Partnerorganisation aus Burkina Faso, dem deutschlandweiten TDF-Netzwerk, d.h. bis zu 30 TDF-Städtegruppen, ehrenamtlich Aktiven und ExpertInnen von TDF, und externen PartnerInnen wird vorausgesetzt.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist, Erwachsene und SchülerInnen, die interessierte Öffentlichkeit und entwicklungspolitische MultiplikatorInnen in mindestens zehn verschiedenen deutschen Städten mithilfe von bedarfsgerechter Informationsvermittlung und wirkungsorientierten Bildungskonzepten über das Thema weibliche Genitalverstümmelung weltweit und speziell in den Länderkontexten Burkina Faso und Deutschland aufzuklären.

Übergreifend sollen eine Auseinandersetzung mit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne des Prinzips von „Hilfe zur Selbsthilfe“ erreicht und Handlungsoptionen im Nord-Süd-Kontext entwickelt werden. Angestrebt ist, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich jede und jeder Einzelne für eine gerechtere Welt und speziell für die Verhinderung und den Abbau von geschlechtsspezifischer Gewalt einsetzen kann.

Sollte sich im ersten Quartal 2021 zeigen, dass keine Präsenzveranstaltungen aufgrund von Schutzverordnungen im Zuge der Corona-Pandemie möglich sind, müssten alle Veranstaltungen digitalisiert stattfinden. Aktuell wird jedoch davon ausgegangen, dass Präsenzveranstaltungen im Mai 2021 möglich sein werden. Die Vorbereitung, Realisierung und Nachbereitung der Veranstaltungsreihe erfolgt für das Referat für Internationale Zusammenarbeit von TDF.

6. Ort der Leistungserbringung: In der Vor- und Nachbereitungsphase grundlegend flexibel (mit Besprechungsterminen in Berlin), während der Durchführung entsprechend der Veranstaltungsorte deutschlandweit.

7. Teilnahmebedingungen/Anforderungen an das Angebot

Es wird erwartet, dass die Auftragnehmerin/der Auftragnehmer folgende Erfahrungen mitbringt:

  • Fundierte Fähigkeiten und nachgewiesene Praxiserfahrung in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und Veranstaltungsorganisation (sowohl in Präsenz als auch digital)
  • Nachgewiesene Praxiserfahrung in der konzeptionellen Entwicklung von Materialien zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Sehr gute Kenntnisse im Bereich Menschenrechte der Frau, Prävention und Überwindung von geschlechtsspezifischer Gewalt/schädigenden Praktiken, v.a. von weiblicher Genitalverstümmelung
  • Teamfähigkeit und Erfahrungen mit partizipativen Planungsprozessen
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Gute Kenntnisse der französischen Sprache
  • Kenntnisse des Länderkontextes Burkina Faso und/oder des Regionalkontextes Westafrika, dortige Arbeitserfahrung ist von Vorteil
  • Kenntnisse in internationaler Zusammenarbeit sind von Vorteil

Das schriftliche Angebot muss Folgendes enthalten:

  • Eine maximal zweiseitige Kurzskizze mit ersten Ideen (1) zu den Veranstaltungskonzepten für Erwachsene und SchülerInnen und (2) zu Begleitmaterialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
  • Eine Kostenaufstellung für die eigene Honorartätigkeit (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer), exklusive der Reise-, Unterkunfts-, und Materialkosten für die Veranstaltungsreihe
  • Eine Eigendarstellung der Bewerberin/des Bewerbers, ggf. inkl. des Leistungsspektrums und der Qualifikation des Unternehmens (bei Angeboten von Einzelpersonen: Lebenslauf)

8. Zuschlagskriterien Der Zuschlag erfolgt auf die/den Bieter/in, deren/dessen Konzept die nachfolgenden Kriterien bestmöglich erfüllt:

  • Konzeptionelle Stärke: Vollständigkeit, Antizipation der Aufgabe, aktive Einbindung der Zielgruppen, Aussagekraft des Gesamtkonzepts (50%)
  • Erfahrungen mit ähnlichen Projekten (25%)
  • Preisangebot (25%)

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an die Projektkoordinatorin: Birgitta Hahn, iz@frauenrechte.de, Tel.: 030/40504699-15.

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