Blitzlicht vom Freiberufler:innen-Lunch


Das Interesse war groß am Thema Honorargestaltung in der Freiberuflichkeit am Montag. 

Im Fokus stand das neue Tool vom Haus der Selbständigen, das hilft zu berechnen, welchen Stunden- oder Tagessatz mensch nehmen müsste, damit man gut über die Runden kommt.

Freiberuflich hat ja den Charme der Freiheit...und wir haben und das ja auch alle selbst ausgesucht, schallt es von den Wänden. 
Was aber, wenn es aus der Not geboren ist, weil es im strukturschwachen nordhessichen Rothhelmshausen mit 100 Einwohnern und einer zu pflegenden Mutter keine sozialversicherte Anstellung gibt und die selbständige remote Arbeit die einzige Lösung ist?

Oder was ist, wenn man als langjährige Gutachterin oder Evaluator in der aktuellen Krise der Internationalen Zusammenarbeit - am Ende der Nahrungskette stehend - bei der Honorarverhandlung dieselbe Leistung plötzlich zu einem günstigeren Honorar anbieten soll, weil ja überall das Geld knapper ist -  die Lebenshaltungskosten aber auch für Freiberufler:innen gestiegen sind?

Oder wenn das Thema Nachhaltigkeit oder Diversität inzwischen als Nice-To-Have oder Luxusthema deklariert wird?

Dann hilft kollektiver Schulterschluss UND Transparenzmachung der Benefits die FREI-Berufler:innen bringen und Kosten, die Selbständige haben. 

Zum einen sich selbst gegenüber und dann auch den Auftraggebenden!

Also tauscht euch über den interaktiven Freiberufler:innen-Newsletter aus vor Angebotsabgaben über gängige Preise und Strategien.

Es geht hier nicht um Jammern. Wir arbeiten hier alle nicht im Preissegment der Notare oder Immobilienmaker:innen. 

Es geht um Selbst-BeWusst-Sein, was wir alles zu bieten haben, dass wir aufgrund unserer mutigen Selbständigkeit besonders inspirierte, innovative und hochwertige Dienstleistungen anbieten, auf die wir uns mit ganzem Einsatz und Idealismus und viel Know How vorbereiten. Und deshalb müssen die Honorare fair und verlässlich sein! 
 
Denn die Risiken wie Krankheit, Krankheit der Kinder/Eltern, unverkäufliche Zeiten durch Fortbildungen, wachsende Admin und Akquise, Instandhaltung PC/Technik/Programme,  sowie intensive Vorab-Kommunikation mit Auftraggebenden müssen wir alle einpreisen. 
Dies alles lässt sich gut vertiefend im nächsten Freiberufler:innen.Cafe im November diskutieren und gern auch hier im (nur für Mitglieder einsehbaren BLog-Kommentaren! Direkt unterm Artikel.

Und wer nun neugierig ist auf das Berechnungstool, findet diese auf der Seite des Haus der Selbständigen hier. (Obacht, aus Statistikgründen muss man kurz einen Namen angeben, die Formular ist aber anonym)