neuer Ratgeber zu Sozialversicherungsfragen für Promovierende

"Die Dauer einer Promotion variiert je nach Fachgebiet. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass diese im Durchschnitt bei mehr als drei Jahren liegt, trotz aller politischer Reformen in jüngster Zeit. Für die Promovierenden ist dies eine lange Zeit, in der der Lebensunterhalt durch Einkommen, Stipendien, Unterstützungsleistungen Dritter oder durch Kredit finanziert werden muss. Daneben ist es unumgänglich, dass Promovierende auch einige Gedanken an die soziale Absicherung und damit an das gesetzliche Sozialversicherungssystem (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Rentensowie gesetzliche Unfallversicherung) verwenden.

Für viele Promovierende stellt sich die Frage nach den gesetzlichen Sozialversicherungen oft zum ersten Mal, da die Promotion häufig direkt an das Studium angeschlossen wird. Für Studierende hat der Gesetzgeber vereinfachende und begünstigende Sonderregelungen getroffen, so dass Studierende sich in vielen Fällen nicht detailliert mit den sozialversicherungsrechtlichen Regelungen befassen müssen. Für Promovierende finden sich keine besonderen Regelungen im Sozialgesetzbuch. Über die Behandlung der Promovierenden finden sich dagegen keine besonderen Regelungen in den Büchern des Sozialgesetzbuches. Auch die bestehende Möglichkeit, sich nach der Maßgabe der entsprechenden Landeshochschulgesetze bei einer Hochschule als „Promotionsstudent*in“ einzuschreiben, hat keinen Einfluss auf die Stellung im sozialen Sicherungssystem. Die Anwendbarkeit der Bestimmungen richtet sich somit nach den allgemeinen Regeln und demnach nach der Art des erzielten Einkommens. Je nachdem, ob der Lebensunterhalt durch Bankkredit, Zuwendungen aus dem Familien- oder Bekanntenkreis, Stipendium, selbständige Tätigkeit oder abhängige Voll- oder Teilzeitbeschäftigung bestritten wird, können sich Unterschiede ergeben. Dieser kleine Ratgeber soll aufzeigen, welche Konsequenzen sich für Promovierende aufgrund des gewählten Finanzierungsmodells im Hinblick auf die einzelnen Bereiche des Sozialversicherungssytems ergeben und was in den jeweiligen Fällen zu beachten ist. Dabei sollen die Gesetzesverweise den Interessierten einen Zugang zur Beantwortung speziellerer Fragen erleichtern."