Dienstag, 30. November 2021 - 19:00 Uhr bis 20:45 Uhr

Viele Nichtregierungsorganisationen setzen sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden ein – mit einem Heer von oft jungen, hoch engagierten Mitarbeitenden, die hier vor Ort nicht selten auf Teilzeitstellen viele Überstunden leisten und gleichzeitig nur befristete Verträge haben. Die Mehrzahl der Mitarbeitenden sind weiblich, auch wenn sich dies in der Führungsetage bei den meisten NGOs nicht abbildet.

Aufgrund der hohen gesellschaftlichen Wirksamkeit sind viele Mitarbeitenden bereit geringe Gehälter zu aktzeptieren und auch eine Kommunikation über Gehaltsstrukutren sind nicht immer transparent. Gleichzeitig erwarten Spender*innen, dass das Geld in die Projekte fließt und nur wenig in die Personalkosten. "SDG8 - decent work" setzt sich aber weltweit u.a. für gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit ein. Die gravierenden Probleme im globalen Süden vor Augen lassen Fragen der Arbeitskultur, der Mitbestimmung und Entlohnung hier oft in den Hintergrund treten.

Bei der Veranstaltung wollen wir diskutieren, wie sich die Arbeitsbedingungen inklusive der Kommunikationskultur, Gehaltsstruktur, Entwicklungsmöglichkeiten, v.a. für Frauen (Stichwort: gläserne Decke), Mitbestimmungsmöglichkeiten und die Gründung und Rolle von Betriebsräten sich bei im "Norden" ansässigen NGOs gestaltet und auch welche Rolle der Faktor Idealismus und Sinnhaftigkeit bei der Akzeptanz z.T. suboptimaler Rahmenbedingungen spielt. Auch wenn man für die "gute Sache" im globalen Süden eintritt, darf man auch hierzulande "gute Arbeit" eintreten. Wir freuen uns Marijke Mulder von FEMNET als eine der Impulsgeberinnen zu haben, die in ihrer NGO einen Betriebsrat mitgegründet hat und nun Betriebsrätin vom FEMNET ist.

Im Vorfeld der Veranstaltung freuen wir uns, wenn sich möglichst viele an der UMFRAGE zu Eurer jeweiligen Arbeitssituation beteiligen!

 

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Bitte Anmeldungen für diese kostenfreie Veranstaltung an: info[at]spinnen-netz.de