planen gerade einen spannenden Workshop zu kollektiven Zusammenschlüssen von Solo-Selbstständigen und Herausforderungen intersektionaler Praxis am 22. September, online. Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen: Wie wirken Machtverhältnisse in unseren Gruppen und Strukturen – und wie können wir bewusst und solidarisch damit umgehen?
Den Ankündigungstext und Anmeldung findet ihr unten.
Wir würden uns total freuen, wenn du oder andere Personen aus eurem Netzwerk Lust hätten mitzumachen und eure Erfahrungen zu teilen. Im Workshop ist ein Slot zu praktischen Beispielen geplant, hier gäbe es nach Absprache auch die Möglichkeit, dass ihr in 5 Minuten etwas vorstellt zum Umgang mit intersektionalen Machtverhältnissen in eurem Zusammenschluss.
Mögliche Leitfragen dafür sind:
- Was ist ein Unterschied zwischen euch in eurer Gruppe - was hat das mit Macht zu tun?
- Was macht ihr, um bewusster damit umzugehen?
- Gibt es bestimmte Themen/Herausforderungen, die immer wieder vorkommen?
Seid ihr dabei? Wir freuen uns über eure Rückmeldung!
Viele Grüße
Merle und Kathy
+++English version below+++
Wie wir Ausgrenzung und Spaltung überwinden können - Intersektionale Perspektiven auf Gewerkschaften und Interessenvertretungen
Für uns als Solo-Selbstständige gibt es viele Gründe, warum wir uns zusammenschließen sollten: um gemeinsame Interessen zu vertreten, Ressourcen zu teilen, politische Forderungen sichtbar zu machen oder Unterstützung in der täglichen Arbeit zu erhalten. Ein Ort, an dem solche Zusammenschlüsse stattfinden können, sind Gewerkschaften, Berufsverbände oder selbst gegründete Kollektive. In bestehenden Strukturen dominieren jedoch oft bestimmte Perspektiven und verhindern, dass wir mit unterschiedlichen Erfahrungen und Zugängen gemeinsam handlungsfähig werden.
Welche Möglichkeiten haben wir, uns trotzdem für unsere Arbeitsbedingungen zu organisieren und dabei aktiv mit unseren Unterschieden umzugehen? Was machen Selbstständige in der Gewerkschaft, warum gründen manche Kollektive und wie schaffen wir es, trotz oder sogar mit unserer eigenen „Verwicklung“ in gesellschaftliche Machtverhältnisse füreinander einzustehen?
In diesem Workshop berichten wir von Beispielen, Möglichkeiten und Grenzen von Organisierung von Solo-Selbstständigen mit intersektionaler Perspektive. Und ihr habt Raum und Zeit für Austausch und Vernetzung zu diesen Themen.
Die Veranstaltungssprache ist Deutsch, falls du Übersetzungsbedarf hast oder andere Herausforderungen eine Teilnahme einschränken würden, melde dich gerne bei uns: nrw-koeln@hausderselbststaendigen.info
1Intersektionalität beschreibt, dass verschiedene Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung zusammenwirken und sich gegenseitig beeinflussen – zum Beispiel Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Transfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Klassismus oder Ableismus. In diesem Workshop arbeiten wir mit einem sehr praktischen Verständnis.
Mika Wodke (sie) ist Mitgründerin des Kollektivs Bewegungsschule und berät, bildet und begleitet Aufbauprozesse in sozialen Bewegungen.
Wann: 22.09., 13-16 Uhr, online
Hier anmelden
+++ English version+++
Intersectional perspectives on trade unions and advocacy groups
For us as solo self-employed workers, there are many reasons why we should come together: to represent shared interests, share resources, raise awareness of political demands, or receive support in our day-to-day work. One place where such alliances can take shape is within trade unions, professional associations or self-founded collectives. However, within existing structures, certain perspectives often dominate and prevent us from acting collectively despite our differing experiences and approaches.
What options do we have to organise for our working conditions anyway, whilst actively addressing our differences? What do self-employed people do in trade unions, why do some form collectives, and how can we stand up for one another despite – or even with – our own ‘entanglement’ in social power relations?
In this workshop, we will share examples, possibilities and limitations of organising solo self-employed people from an intersectional perspective. And you will have space and time for discussion and networking on these topics.
The event will be held in German; if you require translation or if other challenges might limit your participation, please feel free to contact us: nrw-koeln@hausderselbststaendigen.info
1Intersectionality describes how different forms of discrimination and exclusion interact with and influence one another – for example sexism, racism, antisemitism, transphobia, queerphobia, classism, or ableism. In this workshop, we’ll take a very practical approach.
Mika Wodke (she) is a co-founder of the Bewegungsschule collective and provides consultancy, training and support for organizing processes within social movements.
When: 22.09., 1-3 p.m., online
Haus der Selbstständigen – Standort NRW
Ein Projekt der INPUT Consulting gGmbH