Liebe Kolleg*innen,
seit 1988 vergibt der Bremer Senat alle zwei Jahre seinen renommierten "Internationalen Solidaritätspreis". Er würdigt Personen und Initiativen weltweit,die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. Die ersten Preisträger waren 1988 Nelson und Winnie Mandela. Seither wurden Menschen aus aller Welt, vor allem aber aus dem Globalen Süden für ihr Engagement ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert, die je zur Hälfte vom Senat und der privaten R+R-Reinke Stiftung getragen werden.
Dabei geht jeder Auszeichnung ein längeres Verfahren voraus, in dem die Jury, zu der auch ich gehöre, ein für das jeweilige Jahr aktuelles Thema auswählt. Der Preis für 2027 steht unter dem Motto:
AUTORITÄRER NATIONALISMUS ALS BEDROHUNG VON DEMOKRATIE, FREIHEIT UND INTERNATIONALER ORDNUNG.
Es sollen zivilgesellschaftliche Initiativen, Dachverbände oder einzelne Personen ausgezeichnet werden, die in ihrem nationalen Kontext und/oder in der internationalen Zusammenarbeit mit ihrem Engagement für Demokratie, eine starke Zivilgesellschaft, Meinungs- und Pressefreiheit, gegen Hass und Hetze, gegen Desinfor ation und für einen respektvollen Umgang miteinander ein Hoffnungszeichen für die Zukunft setzen und mit ihren Projekten und ihrem Engagement positive Signale in die Gesellschaft senden. Gesucht werden Akteur:innen, vorrangig aus dem Globalen Süden, die sich in ihrem lokalen Kontext in fragilen Demokratien und autokratisch regierten Staaten kreativ und innovativ gegen autoritären Nationalismus wenden und sich mit ihrem Engagement diesem entgegenstellen.
Mit Blick auf die Komplexität des Themas wurde die Ausschreibungsfrist jetzt noch einmal bis zum 31. Oktober 2026 verlängert! Wer mögliche Kandida*innen kennt oder Organisationen, die gegebenfalls mit preiswürdigen Partner*innen zusammenarbeiten, kann bis dahin noch einen begründeten Vorschlag einreichen. Achtung: Eigenbewerbungen werden nicht angenommen!
Näheres unter: www.solidaritaetspreis.bremen.de
Also stöbert doch gerne noch einmal alle in Euren Unterlagen und Köpfen, ob Euch jemand für eine Nominierung einfällt!
Weitere Rückfragen bitte an:
Geschäftsführung des Kuratoriums zum Bremer Solidaritätspreis c/o Senatskanzlei Freie Hansestadt Bremen z.Hd. Frau Silke Goethe / Frau Dr. Annette Lang Am Markt 21, 28195 Bremen E-Mail: silke.goethe@sk.bremen.de; annette.lang@sk.bremen.de